Rettung des Kesselhauses rückt näher

Nach der Zusage von Fördergeldern der Denkmalschutzbehörden des Bundes signalisiert auch die Stadt Hannover Unterstützung / Stadtbaurat Uwe Bodemann besucht das Kesselhaus

Am vergangenen Mittwoch hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages die Förderung des Kesselhauses der ehemaligen Bettfedernfabrik Werner & Ehlers mit Mitteln aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm beschlossen. Die in Aussicht gestellten Fördergelder in Höhe von 125.000 Euro unterstreichen die Bedeutung des Kesselhauses als Denkmal von bundesweiter Bedeutung und sind ein großer Schritt auf dem Weg zur geplanten Sanierung des durch Asbest und Taubenkot verseuchten Gebäudes auf dem Gelände des Kulturzentrums Faust. “Wir bedanken uns ausdrücklich beim Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages und dem hannoverschen Bundestagsabgeordneten Sven-Christian Kindler, der sich sehr für uns eingesetzt hat”, sagt Peter Hoffmann-Schoenborn, Vorstand der Faust-Stiftung, die Gebäudeeigentümerin ist. „Durch die zur Verfügung gestellten Mittel ist unser Ziel, das Kesselhaus am Tag des offenen Denkmals, dem 11. September 2016, neu zu eröffnen und zum ersten Mal der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, in greifbare Nähe gerückt.“

Am heutigen Freitag folgte ein Besuch von Stadtbaurat Uwe Bodemann und Hans-Achim Körber vom Fachbereich Planen und Stadtentwicklung, Bereich Bauordnung und Denkmalpflege, die sich, bekleidet mit blauen Schutzanzügen, bei einer Begehung ein eigenes Bild vom Inneren des Kesselhauses und seinem monumentalen Kessel machten. Anschließend signalisierten Bodemann und Körber ihrerseits Unterstützung für das Projekt, das Kesselhauses der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, und sprachen mit den Initiatoren über mögliche Nachnutzungen.

“Wir haben eine unheimlich breite Unterstützung durch die Lindener Bürgerinnen und Bürger erfahren und alleine an Kleinspenden bereits über 10.000 Euro sammeln können”, ergänzt Hans-Michael Krüger, Geschäftsführer des Kulturzentrums Faust. Zudem seien weitere Geldmittel von Stiftungen in Aussicht gestellt worden, so dass das Budget für die Sanierung bald gesichert sei. Die geplanten Sanierungsmaßnahmen, die zunächst einmal die Entsorgung von Asbest und Taubenkot sowie die Reparatur von Fenstern und Dach beinhalten, um das Gebäude zugänglich zu machen und zu sichern, werden laut Gutachten mit rund 250.000 Euro veranschlagt.